Informationen zu Einsendungen von Proben und verstorbenen Tieren, Kosten

Pathologische Untersuchungen finden wie in der Humanmedizin auch in der Vogel- und Reptilienmedizin zur Ermittlung der Todesursache eines Einzeltieres Anwendung. Häufig werden sie ebenfalls zur Abklärung von plötzlich auftretenden Bestandserkrankungen mit erhöhten Tierverlusten durchgeführt.
Im Rahmen der Sektion des Tierkörpers wird neben der pathologisch-anatomischen Untersuchung der Organe routinemäßig eine Untersuchung auf Parasitenstadien sowie eine mikroskopische Untersuchung der Organe mit einer Schnellfärbung (zytologische Untersuchung) durchgeführt. Hierdurch ist es möglich, innerhalb kürzester Zeit pathogene Krankheitserreger, wie z. B. Mykobakterien, Parasiten oder Pilze zu erkennen.

Die pathologisch-histologische Untersuchung ist ein sinnvoller Bestandteil der postmortalen Untersuchung, pathologisch-anatomische Befunde feingeweblich zu evaluieren. Dies ist vor allem essentiell bei unklaren Befunden, Ermittlung von Infektionserregern, Evaluierung von Vergiftungen sowie Stoffwechselstörungen und zur Differenzierung von neoplastischen Erkrankungen. Von jedem Organ wird darüber hinaus eine Probe für eine eventuelle Untersuchung auf Bakterien, Pilze, Viren oder Giftstoffe zunächst eingefroren, so dass bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt weiterführende Untersuchungen eingeleitet werden können.

Sämtliche Befunde werden direkt während der Sektion bzw. der mikroskopischen Untersuchung fotografisch digital dokumentiert, so dass eine intensive Besprechung sowohl mit den Tierhaltern als auch mit überweisenden Tierärzten und Wissenschaftlern möglich ist.

Einsendung von Probenmaterial

Bitte fügen Sie jeder Einsendung einen Vorbericht (s. nachfolgend) bei, da dieser sehr hilfreich bei der zielgerichteten Ursachenabklärung ist. Gerne können Sie hierzu den von uns bereitgestellten Untersuchungsantrag nutzen.

Einsendungen von außerhalb der Europäischen Union: Bitte beachten Sie die Einfuhrbestimmungen, da die Sendung sonst beim Zoll aufgehalten wird. Beachten Sie ansonsten generell die Transportbestimmungen Ihres Transportdienstleisters.

Der Vorbericht sollte anamnestische Daten (Haltung, Fütterung, im zeitlichen Zusammenhang stehende Veränderungen und sonstige Begebenheiten), die klinische Symptomatik, den Krankheitsverlauf, bereits angewendete Medikamente sowie sonstige Befunde (z. B. bildgebende Untersuchung, Labordiagnostik) enthalten. Sinnvoll ist es mitzuteilen, ob es sich um ein Einzeltier- oder Bestandsproblem handelt.

Beim postalischen Versand ist strengstens auf eine adäquate Verpackung zu achten, damit das Untersuchungsmaterial oder der Tierkörper beim Transport nicht beschädigt wird und keine Kontamination der Umwelt während des Transportes stattfindet. Hierzu sollte der Tierkörper bzw. Organproben auslaufsicher verpackt werden (z. B. in einer Plastiktüte) sowie bruchfest (z. B. Karton) verpackt werden. Je nach Witterungsbedingungen oder dem Zeitpunkt des Versandes ist eine Kühlung (z. B. mit Kühlakku) notwendig. Sollten Sie hierzu Fragen haben, können Sie sich sehr gern im Vorfeld an uns wenden (Tel.: +49 341 97-38405).

Bei gekennzeichneten Tieren muss die Kennzeichnung am Tier sowie den Tierteilen verbleiben, so dass eine eindeutige Zuordnung des Tierkörpers möglich ist.

Nach Abschluss aller notwendigen Untersuchungen erhalten Sie von uns schriftlich eine Befundmittelung, in der auch die individuelle Tierkennzeichnung dokumentiert ist, sodass Sie der zuständigen Behörde das Verenden Ihres Tieres mitteilen können. Bitte teilen Sie uns in Ihrem Untersuchungsantrag mit, ob Sie das Befundschreiben per Post, Fax oder als E-Mail zugesandt bekommen möchten. Darüber hinaus ist es für eventuelle Rückfragen sinnvoll, wenn Sie eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse angeben.

Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich gern unter +49 341 97-38405 an uns wenden.

Untersuchungskosten

Die Kosten für die postmortale Untersuchung richten sich nach dem Umfang der notwendigen Untersuchungen zur Klärung der Todes- als auch Krankheitsursache, so dass es sinnvoll ist, entsprechende preisliche Vorstellungen anzugeben bzw. telefonisch abzuklären. Bitte beachten Sie, die Rechnungsstellung erfolgt gegenüber dem Auftraggeber, welcher mit seiner Unterschrift die Untersuchung in Auftrag gegeben hat.

letzte Änderung: 06.11.2018